Kinder

Euler, H. A. & Hente, K.
Kasseler Stottertherapie (KST) für Kinder. Langzeit-evaluation der Therapie für 9- bis 12-Jährige und Behandlungskonzept für 6- bis 9-Jährige (FranKa).
Vortrag dbl Kongress Hannover, 3.-5. Juni, 2010
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Abstract: Nachfolgedaten drei Jahre nach Intensivkurs zeigen für 9- bis 12-jährige Kinder, die stottern, die gleichen Behandlungserfolge wie für Erwachsene: Sehr guter Erfolg für die Hälfte der Kinder, gute bis akzeptable Erfolge für ein Viertel der Kinder, und unzureichende Erfolge für die restlichen Kinder. Das Behandlungsverfahren FranKa für 6- bis 12-jährige Kinder wird seit über einem Jahr in einer Pilotstudie erprobt. Wesentliche Elemente des Konzepts sind Folgende: In einer 8-tägigen stationären Intensivtherapie mit strukturierter Nachsorgephase wird ein kindgerechtes Biofeedbackprogramm zum Erlernen und Aufrechterhalten des weichen Sprechens eingesetzt. Die Eltern werden ganztägig mit einbezogen und zu Co-Therapeuten ausgebildet. Dabei lernen sie selbst die weiche Sprechweise und Strategien, um das weiche und flüssige Sprechen dauerhaft zu verstärken. Die Nachsorgephase erstreckt sich über ein halbes Jahr und beinhaltet die Teilnahme an drei 2-tägigen Auffrischungskursen sowie dem regelmäßigen Üben zu Hause. Dies wird auch durch einen Vertrag zwischen Patienten und Krankenkassen unterstützt, was bedeutet, dass nur bei Nachweis der vereinbarten Übungszeiten von Eltern und Kind die Kostenübernahme der Software durch die Krankenkasse erfolgt. Neben der Vorstellung der FranKa-Therapie werden folgende Punkte behandelt: Diagnostik und Auswahlkriterien; Argumente für ein frühzeitiges direktes Arbeiten mit Kindern in der Stottertherapie; Umsetzung der erlernten weichen Sprechweise in Alltagssituationen.

Jung, K., Wolff von Gudenberg, A. Hielscher-Fastabend, M.
Messung des Therapieerfolgs einer Fluency Shaping Therapie für stotternde Kinder am Beispiel der Kasseler Stottertherapie 2009.
Poster-Präsentation, 2009.
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Wolff v. Gudenberg, A., Neumann, K., Euler, H. A.
Kasseler Stottertherapie für ältere Kinder schließt eine Behandlungslücke.
Forum Logopädie, 2006, 20(5), 24-29.
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Abstract: 32 Kinder (9-13 J.) mit kindgemäßer Version der Kasseler Stottertherapie behandelt. Therapieerfolg auch gesichert durch elterliche Befragung. Die ein Jahr nach Intensivtherapie erhaltenen Reduktionen von Unflüssigkeiten sind denen von Jugendlichen und Erwachsenen vergleichbar, allerdings mit größeren Spannweiten. Strukturierte Nachsorge besonders wichtig bei Kindern. Ältere Kinder, die stottern, sind mit ambulanten Behandlungen eher schwer zu erreichen und weniger erfolgreich zu therapieren. Aus Elternsicht mangelt es häufi g an ausreichender Beratung und fehlender Transparenz des Therapieangebotes. Zweiunddreißig Kinder (9 bis 13 Jahre) wurden mit einer kindgemäßen Version der Kasseler Stottertherapie (KST) behandelt. Die Unflüssigkeiten wurden in vier Situationen (Gespräch mit Therapeuten; lautes Vorlesen; aktives Telefonieren; Passanteninterview führen) gemessen. Zur Erhöhung der Gültigkeit der objektiven Langzeitdaten wurde auch eine telefonische Befragung der betroffenen Kinder und eines Elternteiles durchgeführt. Die ein Jahr nach Intensivtherapie erhaltenen Reduktionen von Unfl üssigkeiten sind im Mittelwert denen von Jugendlichen und Erwachsenen mit gleicher Therapie ähnlich, allerdings mit größeren Spannweiten. Eltern schätzen die Therapieerfolge geringer ein als die Kinder selbst. Die therapeutischen Erfahrungen lassen vermuten, dass die Stabilität der Therapieerfolge nicht allein mit einer gruppendynamisch eingebetteten Intensivtherapie unter PC-Einsatz erreicht werden kann, sondern es zusätzlich einer strukturierten Nachsorge bedarf.

 
   
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