Teletherapie vs. Präsenzbehandlung

Die Wirkung teletherapeutischer Stotterbehandlung im Vergleich zu herkömmlicher Präsenzbehandlung.

Im Rahmen einer klinischen Interventionsstudie hat Prof. Harald Euler vom PARLO Institut für Forschung und Lehre in der Sprachtherapie die teletherapeutische Stotterbehandlung mit der herkömmlichen Behandlung ohne vermittelnde Telemedien (face-to-face) verglichen. Bei dem Behandlungskonzept handelt es sich um das für die Kasseler Stottertherapie übliche sprechrestrukturierende Verfahren des Fluency Shaping, assistiert durch eine Übungssoftware.

Zur Ermittlung der Wirksamkeit beider Darreichungsformen wurde die Behandlungsgüte durch die Prozentzahl der gestotterten Silben (%SS) in verschiedenen Sprechsituationen sowie die subjektive bewertete Beeinträchtigung des Stotterns (anhand des OASES-Fragebogens) erfasst. Die Erhebung der objektiven und subjektiven Sprechdaten fand zu drei verschiedenen Messzeitpunkten (vor der Behandlung, 8 Wochen nach Ende des Intensivkurses und 12 Monate nach dem Intensivkurs) statt.

Insgesamt zeigten beide Verfahren (Präsenzbehandlung vs. teletherapeutische Behandlung) den gleichen Behandlungserfolg, sowohl in objektiven (gestotterte Silben in %) als in subjektiven (subjektive Stottereinschätzung) Maßen, mit einem leichten Effizienzvorteil für die teletherapeutische Behandlung.

> Die vollständige Interventionsstudie finden Sie hier [PDF]

> Weitere Informationen zur Stottertherapie Online finden Sie hier [PDF]

 
   
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